Artikelserie Teil 2: Raus aus der Fressspirale – hin zum Genuss: Essen, wann ich Hunger habe – aber wie? 5 Tipps, die Dir Unterstützung bieten

Woman running away from sweets

Herzlich Willkommen zum Teil 2 der Artikelserie „Raus aus der Fressspirale“

Als Tipp Nummer 1 hab ich Dir mit auf den Weg gegeben nur zu Essen, wann Du hungrig bist. Hast Du den Teil 1 noch nicht gelesen, kannst Du das hier nachholen.

Du hast Dich vielleicht gefragt: „OK, guter Tipp, nur zu essen, wann ich hungrig bin, weiß ich eh schon, klappt aber bei mir nicht!“

Ich kann Dich sehr gut verstehen, weil genauso ist es mir meistens gegangen. In diesem Artikel gebe ich Dir konkrete Tipps, was Du in solch einer Situation am besten tun kannst.

1.)  Mach 2 Minuten etwas, auf das Du Dich ganz intensiv konzentrieren musst

Wenn wir das starke Verlangen nach Essen haben, verfällt unser Gehirn in eine Art „Trance“. Neurowissenschaftlich bewiesen ist, dass wir, wenn wir in dieser “Trance” sind aus dem Reptilienhirn handeln und dort dann nicht mehr klar denken können. Die gute Nachricht ist, dass Du Dich in nur 2 MIN wieder herausreißen kannst. Beschäftige Dich dafür intensiv mit einer anderen Tätigkeit, die Deine volle Aufmerksamkeit benötigt, wie zum Beispiel Gedanken aufschreiben oder rechne von 100 runter in 7er Schritten (z.B. 100-7-7-7).

 2.)  Im Hier und Jetzt sein mit allen 5 Sinnen

Eine andere Übung, die mir sehr gut hilft wieder ins Hier und Jetzt zu kommen ist die Umgebung mit allen 5 Sinnen intensiv wahrzunehmen.

  • Was sehe ich gerade?
  • Was fühle ich gerade?
  • Was schmecke ich gerade?
  • Was rieche ich gerade?
  • Was taste ich gerade?

Nenne dafür zu jeder Frage 5 Antworten. Dr. Alexandra Widmer, Expertin, alleinerziehende Mütter zu stärken, hat zu diesem Thema einen sehr guten Podcast verfasst.

 3.)  Nicht kämpfen – alles darf da sein

Wenn eine Situation auftritt, die wir nicht wollen, wie zum Beispiel großes Verlangen nach Essen, versuchen wir innerlich dagegen anzukämpfen und verurteilen uns oft noch dafür dieses Verlangen zu haben.

  • Setze Dich in solch einer Situation auf einen Stuhl,
  • schließe die Augen und
  • fühle, was jetzt gerade ist.
  • Kämpfe nicht dagegen an,
  • beobachte Deine Gedanken und
  • nimm Dich mit all Deinen Gefühlen und Gedanken liebevoll an.

Alles ist OK so, wie es jetzt gerade ist.

 4.)  Umarme dich selber – Pflege Deinen Körper – sei gut zu dir

Ein anderer Tipp um Dich seber in solcher einer Situation anzunehmen ist,  Dich selber zu umarmen. Halte Dich oder streichle Dir ganz zärtlich über Deine Haut. Seitdem ich eine ganz wertvolle und natürliche Körperpflegelinie entdeckt habe, genieße ich es, meinen Körper einzucremen und ihn auch von außen zu pflegen und zu nähren.

 5.)  Geh kurz an die frische Luft

Egal, was für ein Wetter, zieh Deine Jacke und Deine Schuhe an und geh raus an die frische Luft. Auch wenn es nur eine Runde ums Haus ist und 5 Minuten dauert.

Diese konkreten Tipps haben mir geholfen, dem unendlichen Drang etwas essen zu müssen zu widerstehen und mich gut auf etwas Anderes konzentrieren zu können.

Und, wenn es einmal nicht klappt und Du isst etwas, auch wenn Du keinen Hunger hast, ist das völlig OK. Bitte mach Dir keine Vorwürfe und genieße es.

Mir geht es auch noch öfters so. Besonders, wenn ich irgendwo eingeladen bin und ich aus Höflichkeit ein bisschen was koste oder einfach weil ich gerade an einer Eisdiele vorbeispaziere und riesen Lust darauf habe.

 In solch einer Situation erlaube ich es mir zu essen, ohne Hunger und ohne ein schlechtes Gewissen zu haben und genieße ganz bewusst.

Ich wünsche Dir einen achtsamen und wundervollen Tag, schau gut auf Dich und genieße das Hier und Jetzt!

Ich freue mich auch über Deinen Besuch auf meiner Facebookseite.

Deine Claudia

PS: Vergiss nicht: Du bist einzigartig und liebenswert genauso, wie Du jetzt gerade bist!

PPS: Hast Du noch weitere Tipps? Was machst Du denn, wenn Du ein starkes Verlangen nach Essen hast, obwohl Du gar nicht hungrig bist? Hinterlasse mir doch bitte einen Kommentar. Ich freue mich sehr darüber!

Bildquelle: © Tijana – Fotolia.com

 

 

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7 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hallo liebe Claudia,

    Vielen Dank für deinen tollen Artikel.
    Das Thema Essen ist bei mir auch immer recht präsent – da ich ziemlich viele Nahrungsmittelunverträglichkeiten habe.
    Phasenweise bekomme ich auch totale Attacken und esse einfach was – obwohl ich weder Hunger noch Genuss dabei empfinde.

    Ich habe das Buch gelesen: Du bist nicht krank – sondern durstig. Da steht das wir auch oftmals nur sehr großen Wassermangel haben und anstelle ein Glas Wasser zu trinken, essen wir etwas.

    Kennst du das auch? Also ich habe es schon probiert, wenn ich keinen Hunger habe aber trotzdem etwas essen möchte – trinke ich ein Glas Wasser und dann passt es wieder 😉

    Wäre toll, deine Gedanken dazu zu erfahren.

    Wünsche Dir noch einen wunderbaren Tag und einen tollen Start in die Woche.

    Alles liebe

    deine Nicole

  2. Liebe Claudia,
    danke für deine wertvollen Tipps! Ich mit meinem Essverhalten sehr zufrieden, weil ich festegestellt habe, dass mein Körper mir schon sagt, was ihm gut tut. Ich esse, wenn ich Hunger habe und liebe es zu kochen und das Essen zu genießen.
    Hin und wieder kenne ich aber auch die „Gelüste“ auf Süßes oder Chips. Da ich mich sonst ziemlich gesund ernähre, ist der Ausgleich hergestellt, glaube ich 😉
    Herzliche Grüße,
    Stefanie

  3. Hallo liebe Claudia

    erstmal was zur Form :-). Ich finde Deinen Artikel schön lesbar, klasse strukturiert und die wichtigsten Punkte hervorgehoben – gefällt mir sehr gut.
    So jetzt mäkel ich mal …Rechnen? 2 min lang? Weia, zum Glück hast Du alternative Tipps, die ich für mich umsetzbarer finde.
    Was mache ich eigentlich in folgenden Situationen? Im Moment habe ich Mittagspause und keinen Hunger – gleich arbeite ich allerdings bis abends durch und habe keine Zeit etwas zu essen. Es ist ziemlich unangenehm, mit Menschen zu arbeiten und dabei knurrt der eigene Magen so laut. Also esse ich dann meistens mittags etwas, damit ich nicht in diese Situation komme.
    Von Herzen liebe Grüße und bis bald
    Veronika

  4. Hallo Claudia,

    Danke für diese Tipps. Der Tipp mit dem, dass man sich auf was anderes konzentrieren soll finde ich am besten und am leichtesten umzusetzen.

    Sich vielleicht einfach schnell ein Buch oder den Laptop um einen Blog-Artikel zu lesen. 😉
    Oder mal eben schnell unter die Dusche springen da kommt man auch auf andere Gedanken, wenn man dann auch noch Musik laufen lässt.

    Ich hingeben versuche wirklich mir immer schnell ein Glas Wasser zu schnappen oder zu gucken was ich mir gerade Gesundes genehmigen kann.

    Liebe Grüße aus Hamburg,
    Dennis

  5. Liebe Claudia,

    ich habe mich dem Tanzen verschrieben und betreibe ihn als Leistungssport. Außerdem bin ich Mutter von zwei Töchtern. Sowohl als Mutter als auch als Leistungssportlerin sehe ich die Wurzeln aller Essprobleme sowohl bei den Eltern als auch bei der Industrie.
    Es fängt schon an, wenn die Kinder ganz klein sind und man sie mit anderen Kindern vergleicht. Oder wenn die Eltern sich wünschen, dass es eine Sportkarriere einschlägt.

    Ich habe gelesen, dass du zwei Jungs hast. Vielleicht ist dir trotzdem mal aufgefallen, dass es kaum noch normale Hosen für Mädchen gibt. Alles Slim. Meine große Tochter hat normale Beine und sie passen ihr nicht. Wie vielen Eltern wird es auch so gehen? Und wie viele wird es so verunsichern, dass sie denken, ihr Kind wäre zu dick? Wie schnell gerät man da als Mutter in die Diätspirale „Guck mal ein bisschen, dass das Kind nicht so viel isst. Nicht dass sie später gehänselt wird“.

    Geht jetzt etwas am Thema vorbei. Tut mir leid. Aber es war das Erste, was ich hier loswerden musste.

    Liebe Grüße
    Stella

  6. Wenn ich esse ohne Hunger zu haben, schaue ich genau, warum ich gegessen habe. Da ich eine emotionale Esserin bin, kompensiere ich meist übers Essen negative Gefühle. Ich versuche herauszufinden, was meine wahren Bedürfnisse sind. Bin ich traurig, weine ich und rede mit jemanden darüber. Bin ich müde, mache ich ein Nickerchen. Habe ich Angst, versuche ich mir klarzumachen, dass ich in den meisten Fällen gar keine zu haben brauche (ich neige leider zum Katastrophendenken)

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